VATER-SOHN-GESPRÄCH


Morgens am Frühstückstisch der Familie Hess:

Arthur: Wo hast du dich denn gestern wieder rumgetrieben?
Harald: Was geht dich das denn an?
Arthur: Nicht in diesem Ton, ja!
Du warst bestimmt wieder bei diesem Ausländerpack.
Harald: Ich treff mich, mit wem ich will.

Das Gespräch ist beendet, als Harry plötzlich vom Tisch aufsteht und sich
fluchend entfernt. Doch Arthur folgt ihm, aber bevor Arthur Harry erneut
zur Rede stellen kann, verschwindet dieser durch die Haustür.



Abends kommt Harald nach Hause. Sein Vater erwartet ihn bereits.


Arthur: Wo hast du dich denn schon wieder rumgetrieben?
Harald: Ich war bei einem Freund.

Harald geht, ohne seinen Vater weiter zu beachten, in die Küche.
Arthur ist sichtlich erbost.


Arthur: Wenn du denkst, daß du mir nicht zuhören mußt,
dann hast du dich geschnitten, Freundchen!

Arthur kommt in Rage und packt Harald roh an der Schulter,
worauf Harald seinen Vater gegen die Wand wirft.

Harald: Faß mich nicht an! Diese ganze Scheiße hier kotzt mich an!

Harald geht in sein Zimmer. Wütend betritt Arthur sein Wohnzimmer, in dem seine weinende Frau steht.

Marie: Müßt ihr euch denn immer in den Haaren liegen.
Arthur: Das liegt ja nicht nur an mir.
Das ist dieses Pack mit, dem er sich den ganzen Tag rumtreibt.

In diesem Moment betritt Harald den Raum. In der Hand hält er eine Tasche.

Harald: Ich hau ab, wartet nicht auf mich.

Ohne weiter auf seine Eltern zu achten, verschwindet er schnell
durch die Haustür.

Marie: Tu doch was, Arthur. Du kannst ihn doch nicht
so einfach gehen lassen.

Arthur: Was soll ich denn machen. Er ist dem Gesocks verfallen.
Es ist alles die Schuld von diesem asozialen Gesindel.


Auch Erwachsene treiben sich manchmal herum.


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Peer Schröder
last update 20jan97