Ayesha wartet auf dem Schulhof auf Ruth. Sie haben sich zum ersten Mal verabredet.
Ayesha: Hallo!
Ruth: Hallo, du! Hast du schon lange gewartet?
Ayesha: Nö, gerade fünf Minute. Ich meine Mutter sagen, langer bleiben, weil Deutsch "tutions" haben. Hast du Probleme mit deinen Eltern bekommt, weil langer weg in Schule bleiben wollen?
Ruth: Nein, nicht besonders. Ich habe einfach gesagt, daß wir eine zusätzliche Orchesterprobe haben.
Ruth erzählt Ayesha dann über ihr Leben, ihre Hobbies usw. Ayesha erzählt von ihrer Flucht, über ihre Familie und ihre Interessen. Sie verstehen sich gut und merken, daß sie viele Gemeinsamkeiten haben. Die beiden sehen Finja, die traurig an einem Tisch sitzt und gehen, weil sie Mitleid haben, zu ihr.
Ayesha: Na, du guckst ganz traurig aus. Was habst du?
Finja: Ich habe nur ein wenig Kopfschmerzen. Aber sonst geht es mir ganz gut.
Ruth: Können wir uns zu dir setzen?
Finja: Klar könnt ihr das. Kennt ihr euch schon lange?
Ayesha: Nein, aber wir finden nett gegenseitig.
Die drei unterhalten sich eine Zeit lang, und Finja fängt an, den beiden zu vertrauen.
Finja: Ich bin da in so 'ner , und ich mag nicht mehr dabei sein, aber ich weiß nicht, wie ich aufhören kann.
Ruth: Warum weißt du nicht, wie du austreten sollst? Geh doch einfach weg.
Finja: Wenn das so einfach wäre, dann würde ich schon weg sein. Man kommt da nicht so einfach raus, die machen einen fertig und lassen mich dann nicht in Ruhe. Sie wollen doch die Menschheit zerstören.
Ayesha: Warum "fertigmachen"?
Finja: Fertigmachen heißt, dass sie versuchen werden, mich verrückt zu machen, damit ich zurückkomme. Manche brauchten sogar schon Polizeischutz, weil sie sonst keine Chance gehabt hätten. Das bringt ja doch nichts, sie haben trotzdem weitergemacht.
Ruth: Können wir dir helfen?
Finja: Es reicht schon, wenn ihr meine Freunde seid, damit ich dann nicht alleine bin.
Ayesha: Warum helfen deine Eltern nicht du?
Finja: Meine Eltern wollen nichts mehr von mir wissen, sie zahlen nur noch die Internatskosten, damit ich nicht mehr bei ihnen sein muss. Ich habe nur noch zu meinem Bruder Kontakt, aber der ist in England. Ich schreibe ihm aber noch regelmäßig.
Ruth und Ayesha müssen los, weil ihre Eltern warten. Finja bleibt nachdenklich zurück.
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